„Ich dachte, wir machen Politik.“
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Produktinformationen "„Ich dachte, wir machen Politik.“"
Politische Bildung und Demokratiebildung in der Schule stehen vor der Herausforderung, jungen Menschen demokratische Kompetenzen zu vermitteln, ohne die Widersprüchlichkeit politischer Realität zu vernachlässigen. Besonders im Kontext politischer Beteiligung erfahren Schüler/innen neben Selbstwirksamkeit auch Zurückweisung, Machtasymmetrien und normative Spannungen. Solche Ambiguitätserfahrungen sind kein Defizit, sondern konstitutiv für politische Lernprozesse in einer pluralen Demokratie. Der Beitrag stellt den Ansatz Service-Learning/Lernen durch Engagement als eine Methode vor, die solche Erfahrungen pädagogisch fruchtbar macht. Es wird aufgezeigt, wie Service-Learning Lerngelegenheiten für demokratisches Engagement schafft, Ambiguitätstoleranz fördert und insbesondere durch strukturierte Reflexion zur Entwicklung von Demokratiekompetenzen beiträgt. Abschließend werden praxisorientierte Empfehlungen für die Umsetzung im schulischen Kontext formuliert.
Stichwörter: Service-Learning, Lernen durch Engagement, Demokratiekompetenzen, Ambiguitätstoleranz, Reflexion
Autor: Markus Gloe
Erscheinungstermin: 26.02.2026
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Demokratie ist kein Selbstläufer. Zwischen erstarkendem Rechtspopulismus, Antisemitismus und gesellschaftlicher Polarisierung steht Schule mehr denn je in der Verantwortung, politische Mündigkeit zu fördern. Die Februar-Ausgabe 2026 von Lehren & Lernen stellt die Frage: Wie kann Demokratiebildung heute wirksam gestaltet werden? Im Fokus stehen Service-Learning, partizipative Leistungsbeurteilung, politisches Urteilen und nachhaltige Bildung – fundiert, praxisnah und mit klarer Haltung. Demokratiebildung zwischen Ambiguität und Verantwortung Wie gelingt politisches Lernen, das Widersprüche aushält und junge Menschen zur Mündigkeit befähigt? „Ich dachte, wir machen Politik.“ – Service-Learning als Demokratiebildung Markus Gloe zeigt, wie Lernen durch Engagement Ambiguitätserfahrungen produktiv macht, Ambiguitätstoleranz stärkt und echte Demokratiekompetenzen fördert. Leistungen für und mit Schüler/innen beurteilen Silvia-Iris Beutel, Maike Drewes und Michaele Geweke plädieren für eine demokratische Leistungsbeurteilung: Partizipation, neue Prüfungskultur und angstfreie Räume statt reiner Notengebung. Demokratielernen im Politikunterricht – Was wirkt? Volker Reinhardt arbeitet heraus, wie politischer Unterricht zur Urteilsbildung beiträgt und welche Gelingensbedingungen wirksamen Politikunterricht auszeichnen. Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Astrid Carrapatoso betont die politische Dimension von Nachhaltigkeit und fordert kritisches Denken über Machtstrukturen und gesellschaftliche Transformationsprozesse. Spielend Demokratie lernen Julia Kristin Langhof stellt partizipatives Spieldesign, „Snaddering“ und digitale Tools wie Twine vor – kreative Wege, Demokratie erfahrbar zu machen. Weitere Themen im Panorama Rechtspopulistische Rede entlarven Hans-Jürgen Kobus analysiert extremistische Sprachmuster und zeigt didaktische Wege auf, wie Schüler/innen ideologische Strategien kritisch durchschauen können. Antisemitismus vor und nach dem 7. Oktober 2023 Michael Blume beleuchtet die aktuelle Bedrohungslage für Jüd/innen und warnt vor den Gefahren für das demokratische Zusammenleben. Für Sie gelesen Emotionen in der Politischen Bildung Rezension zum Band von Sinia Mailin Hensel, Marc Partetzke und Anja Schade. Die pädagogische Wende Helmut Wehr bespricht Ralf Lankaus Plädoyer für eine Rückbesinnung auf das Unterrichten. Jetzt abonnieren und profitieren: ✔ Fundierte Beiträge renommierter Fachautorinnen und -autoren ✔ Praxisnahe Einblicke in innovative Schulprojekte ✔ Kritische Perspektiven auf Bildungspolitik und Schulentwicklung ✔ Als Print- oder Digitalausgabe bequem verfügbar