Resilienzförderung als Mittel im Kampf gegen Kinderarmut?
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Produktinformationen "Resilienzförderung als Mittel im Kampf gegen Kinderarmut?"
Taugt Resilienzförderung zur Armutsbekämpfung? Dieser Frage geht der folgende Artikel nach, indem zunächst Resilienz in Grundzügen erläutert wird, um dann Armutsbetroffenheit als einen Risikofaktor für kindliche Entwicklung zu beleuchten. Die Frage, inwiefern Schule Kinder mit Armutserfahrungen in ihrer Resilienz fördern kann, wird aus der Perspektive eines multisystemischen Ansatzes kritisch diskutiert.
Stichwörter: Resilienz, Armutsbetroffenheit, Vulnerabilität, Berührbarkeit
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Autor/in: Rolf Göppel, Ulrike Graf
Erscheinungstermin: 21.09.2023
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Zum Thema dieser Ausgabe: Lernen unter erschwerten Bedingungen – „Wenn’s mal wieder nicht für Urlaub reicht“ Lernen unter erschwerten Bedingungen – „Wenn’s mal wieder nicht für Urlaub reicht“ nimmt Kinder und Jugendliche in den Blick, für die Armut, soziale Ausgrenzung und belastete Lebenslagen Alltag sind. Die Ausgabe zeigt, wie sich materielle Knappheit, Unsicherheit und Scham auf Bildungschancen auswirken – und was Schule konkret tun kann, um diesen Bedingungen etwas entgegenzusetzen. Zwischen Kinderarmut, sozialer Bildungsarbeit, Berufswahl, Kinderliteratur, Resilienzförderung, inklusionssensiblen Lernsettings und demokratiepädagogischen Projekten wird deutlich: Schule kann gesellschaftliche Ungleichheit nicht allein lösen, aber sie kann sie auch nicht ignorieren. Die Beiträge machen sichtbar, wie pädagogische Beziehungen, diagnostische Sensibilität, Kooperation mit Familien und strukturelle Veränderungen zusammenwirken müssen, damit Lernen auch dann möglich bleibt, „wenn’s mal wieder nicht für Urlaub reicht“. Für wen ist diese Ausgabe ideal? Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Bildungsbenachteiligung verstehen und pädagogisch wirksam darauf reagieren möchten. Sie richtet sich an: Lehrkräfte aller Schularten, insbesondere in sozial heterogenen Lerngruppen Schulleitungen und Schulsozialarbeit, die Schule als Schutz- und Lernraum für benachteiligte Kinder stärken wollen Pädagog/innen in Kinder- und Jugendhilfe, Förder- und Beratungsstellen, die eng mit Schulen kooperieren Lehramtsstudierende und Ausbildende, die Armuts- und Inklusionssensibilität in ihre Professionalität integrieren wollen Die wichtigsten Inhalte im Überblick Kinderarmut – Annäherung aus pädagogischer Sicht Thomas Müller zeichnet in Arm – Ausgegrenzt – Abgeschrieben. Kinderarmut – eine Annäherung aus pädagogischer Sicht nach, wie Armut den Schulalltag prägt: vom Pausenbrot über Hausaufgaben bis zur Klassenfahrt. Er zeigt, wie sich materielle Knappheit mit Scham, Rückzug und stillem Ausschluss verbindet – und welche Haltung Lehrkräfte brauchen, um Kinder nicht „abzuschreiben“, sondern gezielt zu stärken. Soziale Bildungsarbeit in der Schule In Soziale Bildungsarbeit in der Schule beschreibt Joachim Schroeder, wie Schule zu einem Ort sozialer Unterstützung werden kann. Der Beitrag zeigt Formen sozialräumlicher Bildungsarbeit, Kooperationen mit externen Partnern und niedrigschwellige Angebote, die Kindern und Familien Halt geben – insbesondere dort, wo andere Unterstützungssysteme fehlen. Mit Menschen in Menschen investieren Bernd Siggelkow und Kathrin Müller betonen in Mit Menschen in Menschen investieren, dass wirksame Armutsprävention immer auch Beziehungsarbeit ist. An Beispielen aus Projekten und Einrichtungen zeigen sie, wie verlässliche Ansprechpersonen, Zeit, Zuhören und konkrete Hilfe Jugendliche darin unterstützen, eigene Wege zu entwickeln – jenseits kurzfristiger Projektlogik. Familien in der Berufswahlphase unterstützen Claudia Hofmann fragt in Wie können Familien in der Berufswahlphase unterstützt werden?, wie Schule und Beratung dazu beitragen können, dass Herkunft nicht über Zukunft entscheidet. Im Fokus stehen Formate, in denen Eltern einbezogen, Informationsbarrieren abgebaut und realistische, aber chancenreiche Bildungswege sichtbar gemacht werden. Niks diagnostische Reise – genau hinschauen lernen In Niks diagnostische Reise erzählen Priska Hagmann-von Arx und Liliana Tönnissen eine Fallgeschichte, die verdeutlicht, wie wichtig diagnostische Sensibilität ist, wenn Lern- und Verhaltensschwierigkeiten mit belasteten Lebenslagen zusammenhängen. Der Beitrag zeigt, wie multiprofessionelle Zusammenarbeit und ein genauer Blick auf Biografie und Kontext zu passender Unterstützung führen können. Armut und soziale Ungleichheit in der aktuellen Kinderliteratur Kirsten Kumschlies untersucht in Armut und soziale Ungleichheit in der aktuellen Kinderliteratur, welche Bilder von Armut in Büchern für Kinder vermittelt werden. Sie diskutiert, wie diese erzählt, zugespitzt oder unsichtbar gemacht wird – und gibt Anregungen, wie Lehrkräfte Kinderliteratur im Unterricht nutzen können, um über Gerechtigkeit, Scham und Solidarität ins Gespräch zu kommen. „Von der Beschämung zur Anerkennung“ Nicole Jnglin und Anna Barbara Zutter zeigen in „Von der Beschämung zur Anerkennung“, wie pädagogisches Handeln beschämende Situationen vermeiden und stattdessen Anerkennungserfahrungen ermöglichen kann. Der Beitrag macht deutlich, wie Sprache, Rituale, Leistungsrückmeldungen und Anforderungen so gestaltet werden können, dass Kinder sich gesehen und respektiert fühlen – unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund. Resilienzförderung als Mittel im Kampf gegen Kinderarmut? In Resilienzförderung als Mittel im Kampf gegen Kinderarmut? diskutieren Rolf Göppel und Ulrike Graf die Chancen und Grenzen des Resilienzkonzepts. Sie fragen, wie Resilienz pädagogisch sinnvoll gestärkt werden kann, ohne strukturelle Armut auszublenden oder Verantwortung individualisierend auf Kinder zu verschieben. Allen gerecht werden?! – inklusionssensible Lern- und Lehrsituationen Claudia Ziehbrunner geht in Allen gerecht werden?! der Frage nach, wie Lehrkräfte mit heterogenen Lerngruppen umgehen können, wenn soziale, sprachliche und leistungsbezogene Unterschiede zusammentreffen. Seline Soom ergänzt mit Was charakterisiert inklusionssensible Lehr- und Lernsituationen im Unterricht? Ein Seminarkonzept, wie angehende Lehrpersonen lernen können, Unterricht so zu planen und zu reflektieren, dass er sensibel für Exklusionsrisiken ist und Teilhabe aller Lernenden ermöglicht. Panorama: Bildungsdiskriminierung, Professionalisierung und Gegenentwürfe Im Panorama weitet die Ausgabe den Blick auf strukturelle und professionelle Fragen: Joachim Lohmann argumentiert in Die soziale Bildungsdiskrimierung wird maßgeblich nur durch Integration und Inklusion reduziert, dass gerechtere Bildungschancen ohne inklusionsorientierte Strukturen kaum erreichbar sind. Felician-Michael Führer stellt in Die Lehr:werkstatt der Tübingen School of Education ein Ausbildungsformat vor, in dem Studierende eng mit erfahrenen Lehrkräften zusammenarbeiten – mit besonderem Fokus auf lernförderliche Beziehungen. 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Zwischenruf und Für Sie gelesenIm Zwischenruf Lesekompetenz im Abwärtstrend – nachgefragtreflektiert Ulrich Herrmann, was sinkende Lesekompetenzen für Kinder mit ohnehin erschwerten Lernbedingungen bedeuten – und welche Konsequenzen sich für Schule ergeben.Jetzt abonnieren und profitieren: Fundierte Einblicke in Kinderarmut, soziale Ungleichheit und Bildungsbenachteiligung Konkrete Impulse für soziale Bildungsarbeit, Familienunterstützung, Resilienzförderung und Inklusion Anregungen, wie Kinderliteratur, Diagnostik und Unterrichtsgestaltung sensibel mit Armutserfahrungen umgehen können Perspektiven auf Integration, Professionalisierung und demokratische Bildung in herausfordernden Kontexten