Lehren & Lernen 3/2023 Wie wirkt gute Schulleitung?
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 3/2023 Wie wirkt gute Schulleitung?"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Wie wirkt gute Schulleitung?
Wie wirkt gute Schulleitung? stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die Schulen führen, entwickeln und in komplexen Spannungsfeldern handlungsfähig halten. Die Ausgabe zeigt, was gute Schulleitung heute ausmacht – zwischen pädagogischem Anspruch, administrativen Vorgaben, Personalführung und Schulentwicklung.
Aus unterschiedlichen Perspektiven wird deutlich: Wirksame Schulleitung ist mehr als Organisation. Sie stiftet Orientierung, baut Beziehungen, hält Spannungen aus und gestaltet eine Kultur, in der Lernen und Arbeiten möglich wird. Die Beiträge beleuchten Aufgaben, Rollenbilder, professionelle Haltungen und konkrete Führungsansätze – bis hin zu Positive Leadership – und verknüpfen sie mit aktuellen Entwicklungsprojekten wie adaptiven, digital gestützten Lernumgebungen.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie verstehen und konkretisieren möchten, was gute Schulleitung im Alltag bedeutet. Sie richtet sich an:
- Schulleiter/innen und Mitglieder von Schulleitungsteams aller Schularten
- Lehrkräfte mit Leitungsaufgaben (z. B. Fach- und Stufenleitungen, Steuergruppen)
- Vertreter/innen von Schulaufsicht und Schulverwaltung, die Führung an Schulen begleiten
- Lehramtsstudierende, Nachwuchsführungskräfte und Fortbildner/innen, die sich mit Schulführung und Schulentwicklung befassen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Gute Schulleitung – Aufgaben, Rolle und Anforderungen
Im Editorial Gute Schulleitung – Aufgaben, Rolle und Anforderungen skizziert Jochen Wissinger das Spannungsfeld moderner Schulleitung. Der Beitrag zeigt, welche klassischen und neuen Aufgaben zusammenkommen – von Personalführung über Qualitätsentwicklung bis hin zu Krisenmanagement – und welche Kompetenzen und Haltungen heute besonders gefragt sind.
Von den Besten lernen – dem Führungshandeln erfolgreicher Schulen auf der Spur
In Von den Besten lernen. Dem Führungshandeln an erfolgreichen Schulen auf der Spur analysiert Michael Schratz, was besonders wirksame Schulen gemeinsam haben. Anhand empirischer Befunde und Fallbeispiele werden Merkmale erfolgreichen Führungshandelns sichtbar: geteilte Verantwortung, klare Kommunikation, konsequente Ausrichtung am Lernen der Schüler:innen und eine Kultur der Zusammenarbeit.
Stell Dir vor, es ist Schule und jede/r will hin …
Irina Pendorf entwirft in Stell Dir vor, es ist Schule und jede/r will hin … ein Bild von Schule als Ort, an dem Menschen gerne arbeiten und lernen. Der Beitrag fragt, welchen Anteil Schulleitung daran hat, ein solches Klima zu schaffen – und zeigt, wie Vertrauen, Partizipation, Wertschätzung und gemeinsame Ziele Schritt für Schritt aufgebaut werden können.
Wertschätzend und wirkungsvoll – Dimensionen guter Schulleitung
In Wertschätzend und wirkungsvoll – Dimensionen guter Schulleitung arbeitet Johannes Baumann zentrale Handlungsfelder von Führung heraus. Er beschreibt, wie Schulleitung eine Balance findet zwischen klarer Steuerung und wertschätzendem Miteinander, zwischen Ergebnisorientierung und Sorge für die Menschen in der Schule – und wie sich Wirkung von Führung im Schulalltag zeigt.
Schulleitung als ewiges Spannungsfeld?
Heidrun Munker beleuchtet in Schulleitung als ewiges Spannungsfeld? die vielfältigen, teils widersprüchlichen Erwartungen an Schulleitungen: innovativ und zugleich regelkonform, zugewandt und zugleich durchsetzungsstark, fürsorglich und dennoch konsequent. Der Beitrag zeigt Wege, wie Führungspersonen diese Spannungen reflektieren und produktiv gestalten können, statt an ihnen zu zerreißen.
Positive Leadership an Schulen
In Positive Leadership an Schulen stellen Markus Ebner und Thomas Götz einen ressourcenorientierten Führungsansatz vor. Sie zeigen, wie Positive Leadership Stärken von Mitarbeitenden in den Mittelpunkt rückt, Sinn erfahrbar macht und die Selbstwirksamkeit im Kollegium stärkt. Der Beitrag diskutiert, wie dieser Ansatz in schulische Kontexte übertragen werden kann – und welche Auswirkungen er auf Motivation, Gesundheit und Schulentwicklung haben kann.
Panorama: Adaptive Lernumgebungen mit digitalen Medien gestalten
Im Panorama berichten L. Sibley, A. Fabian, Ch. Plicht, Ch. Wettke, I. Backfisch, T. Bohl und A. Lachner in Gestaltung adaptiver Lernumgebungen mit Hilfe digitaler Medien. Ein Werkstattbericht aus dem Tübinger Entwicklungs- und Forschungsprojekt „DiA:Go“ von einem Projekt, das Unterrichtsentwicklung und Digitalisierung zusammenführt. Der Beitrag zeigt, wie digitale Medien genutzt werden können, um Lernumgebungen adaptiv zu gestalten – und welche Rolle Schulleitung spielt, damit solche Innovationen in der Schule Fuß fassen.
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| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin 16.03.2023
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Positive Leadership ist ein moderner Führungsstil, der sich an den Stärken der Mitarbeitenden orientiert und bereits in zahlreichen Unternehmen erfolgreich praktiziert wird. An Schulen ist dieser Führungsstil bisher jedoch noch weitgehend unbekannt. Der Begriff „Positive Leadership“ wurde wesentlich durch den Wirtschaftsprofessor Kim Cameron geprägt. Er übertrug die Denkweisen der sogenannten „Positiven Psychologie“, einer Psychologie, die sich primär auf die Förderung der Stärken der Menschen konzentriert, auf Unternehmen. Im Zentrum von Positive Leadership steht somit die Potenzialentfaltung der in Organisationen tätigen Personen. Auf den schulischen Kontext übertragen bedeutet dies, dass sich Schulleitungen der spezifischen Stärken der dort tätigen Lehrer/innen bewusst werden und diese entsprechend fördern. Das heißt, dass neben dem sicherlich häufig notwendigen Beheben von Problemen auch die Förderung der Potenziale einer Schule im Zentrum der Schulleitung steht. Stichwörter: Positive Leadership, Schulleitung, PERMA-Lead, Potenzialentfaltung
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de
Schulleitung als Beruf ist in den vergangenen Jahren nicht wenig, sondern ausgesprochen umfangreich beforscht worden. Der vorhandene forschungs- und praxisorientierte Schuldiskurs wird nachfolgend mit anderem Blickwinkel durchdrungen, nämlich dem simplen wie aufklärungskräftigen Grundgedanken des Paradoxiebegriffs. In der Explikation nicht auflösbarer Widersprüche liegt der neue Blickwinkel. Er steht quer zu den vielfachen aktuellen pädagogischen Heilsversprechen. Stichwörter: Schulleitung, Organisationsentwicklung, Paradoxien
Wie sieht eine Schule aus, in die jede/r gerne gehen möchte? Aus der Perspektive der existenziellen Pädagogik könnte es ein Entfaltungsraum sein, an dem die Grundmotivationen des Lebens als Basis für das Gelingen des gemeinsamen Bildungsweges angenommen werden. Dieses Gelingen basiert auf einem an Werten orientierten, personalen Erziehungs- und Bildungsverständnis, welches auf anthropologischer Ebene keine Hierarchien der am Prozess beteiligten Personen kennt. Im vorliegenden Beitrag überlege ich schreibend und fragend, was dies konkret für das gemeinsame Leben und Arbeiten in einer Schule bedeuten könnte. Welche Auswirkungen haben solch existenzielle Grundannahmen für den Dialog auf den verschiedenen Ebenen des Systems Schule? Was bedeutet es möglicherweise für das Rollen- und Selbstverständnis der Leitenden, Lehrenden und Lernenden? Stichwörter: Existenzielle Pädagogik, Grundmotivationen, Personales Bildungsverständnis, Werte, Resonanz
Der Beitrag thematisiert Aufgaben, Rolle und Handeln von Schulleiter/innen. Dazu wird zum einen eine normativ-rechtliche Perspektive eingenommen, da jegliches Handeln in der Schule wie auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen rechtlich fundiert ist. Zum anderen wird auf der Basis empirischer Ergebnisse der internationalen Schulleitungsforschung beschrieben und analysiert, welche individuellen und strukturellen Bedingungen Schulleitungshandeln erforderlich macht. Der Fokus liegt dabei auf dem Verhältnis der Schulleitung zur Schule als pädagogische Handlungseinheit sowie zu ihren Akteuren. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass gute Schulleitung voraussetzungsreich ist. Stichwörter: Gute Schulleitung, Schulleitungsforschung, Schulqualität und Schulentwicklung, Steuerung der Schule, Management und Führung
Digitale Medien können Lehrpersonen bei der Umsetzung adaptiver Lernumgebungen unterstützen. Unklar ist jedoch, wie solche Lernumgebungen gestaltet werden müssen, um fachspezifische Lernprozesse zu fördern. Vor diesem Hintergrund wurde im DiA:GO-Projekt ein Rahmenmodell zu adaptiven Lernumgebungen erstellt und darauf basierend zwölf Unterrichtseinheiten entwickelt, die adaptive Lernumgebungen mit Hilfe digitaler Medien umsetzen. Alle Einheiten wurden evaluiert und als OER-Materialien zur Verfügung gestellt. Stichwörter: Adaptive Lernumgebungen, digitale Medien, Unterrichtseinheiten, OER-Materialien
Gute Schulleitung/gute Führung hat zwei Dimensionen. Die eine Dimension ist eine ethische, nämlich die an der Würde des Menschen orientierte Wertschätzung. Zum anderen ist Schulleitung/Führung dann gut, wenn sie auch wirkungsvoll ist, also ihre insbesondere selbstgesteckten Ziele auch erreicht. Beide Dimensionen werden im vorliegenden Beitrag aus einer langjährigen Erfahrungsperspektive heraus beleuchtet. Dabei wird insbesondere die Prozessqualität (Interaktionen, Reaktionen) von der Strukturqualität abgehoben und in ihrer Tragweite dargestellt. Im Hinblick auf die wichtige Frage, wie die für die Ergebnisqualität einer Schule wichtige Prozessqualität weiterentwickelt werden kann, werden einige Ansätze skizziert. Stichwörter: Ergebnisqualität, Strukturqualität, Prozessqualität, Werte, Schulentwicklung
In einem Forschungsprojekt wurden mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnete Schulen besucht, um die Wirkung von Schulleitungshandeln auf das Lernen der Schüler/innen zu erkunden. Der gewählte phänomenologisch orientierte Ansatz eröffnete Einblicke in den facettenreichen Führungsalltag im Tagesgeschehen. Einzelne Facetten daraus werden im Beitrag vorgestellt und in Form eines „Registers“ zusammengefasst. Die Studienergebnisse machen deutlich, dass sich Schulleitungshandeln aufgrund der Unverfügbarkeit im pädagogischen Bezug nicht standardisieren lässt, da hinter einer lernwirksamen Führung in situativen Entscheidungen eine achtsame Haltung steht. Stichwörter: lernwirksame Führung, ausgezeichnete Schulen, Phänomenologie, Führungshandeln, Facettenregister, situative Könnerschaft, achtsame Haltung