Lehren & Lernen 3/2025 | Innovation & Bildungsadministration
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 3/2025 | Innovation & Bildungsadministration"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Innovation & Bildungsadministration
Innovation & Bildungsadministration richtet den Blick auf jene Akteure, die Bildungssysteme steuern, begleiten und verändern – häufig im Hintergrund, aber mit großer Wirkung auf Schulen und Unterricht. Die Ausgabe zeigt, wie Schulaufsicht, Schul- und Bildungsverwaltung sowie Politik ihren Gestaltungsauftrag wahrnehmen können, wenn sich Anforderungen rasant ändern: Ganztag, Inklusion, Digitalisierung, Fachkräftemangel und KI.
Zwischen Transformation, Steuerung, Reformbedarf und Entscheidungsdilemmata wird deutlich: Innovation im Bildungswesen ist nicht allein eine Frage guter Ideen an Einzelschulen, sondern auch der administrativen Rahmenbedingungen, der Führungskultur und der Art, wie Daten, Transparenz und Beteiligung zusammenspielen. Die Beiträge dieses Heftes zeichnen nach, wie Bildungsadministration zum Motor – oder zur Bremse – von Veränderungsprozessen wird.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Innovationsprozesse im Bildungswesen nicht nur aus Sicht der Schule, sondern auch aus Perspektive von Aufsicht, Verwaltung und Politik verstehen und gestalten möchten. Sie richtet sich an:
- Mitarbeitende in Schul- und Bildungsverwaltung sowie Schulaufsicht, die ihren Steuerungs- und Unterstützungsauftrag reflektieren
- Schulleitungen und Steuergruppen, die besser verstehen wollen, wie administrative Entscheidungen entstehen und wie man sie mitgestalten kann
- Bildungspolitische Entscheidungsträger/innen, die Reformprozesse evidenzbasiert und praxistauglich anlegen möchten
- Lehrkräfte, Fortbildner/innen und Lehramtsstudierende, die die „Systemebene“ des Bildungswesens durchdringen und konstruktiv adressieren wollen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Frauke Schulz fragt in Die Schulaufsicht als Agentin von Transformation im Bildungssystem? Ergebnisse und Praxiserfahrungen aus „LiGa – Lernen im Ganztag“, wie Schulaufsicht mehr sein kann als Kontrollinstanz. Ausgehend von Erfahrungen aus dem Programm „LiGa – Lernen im Ganztag“ werden Rollenbilder, Unterstützungsformate und Kooperationsstrukturen beleuchtet, die Schulaufsicht in eine gestaltende, beratende und innovative Rolle bringen.
In Handlungspraxis und Wirkungsweisen von Schulaufsicht. Wie die Schulaufsicht ihren Führungsauftrag gegenüber Schulen realisiert analysiert Kathrin Dedering, wie Schulaufsicht tatsächlich arbeitet – zwischen Vorgaben, Beratung, Kontrolle und Unterstützung. Der Beitrag zeigt, welche Erwartungen an Aufsicht herangetragen werden, welche Instrumente eingesetzt werden und wo Spannungen zwischen Steuerung und Autonomie der Schulen entstehen.
Notwendige Reformen im Schulwesen und in der Schulverwaltung (Norbert Zeller) richtet den Blick auf strukturelle Fragen: Welche Reformen sind nötig, damit Schulen ihren Bildungsauftrag unter heutigen Bedingungen erfüllen können? Der Beitrag diskutiert, wie Zuständigkeiten, Entscheidungswege und Ressourcen neu gedacht werden müssen, damit Innovation nicht im Dickicht administrativer Routinen stecken bleibt.
In Die Zukunft des Bildungswesens gestalten. Implizite Fragen an ein System. Ein komplexes System mit dem Anliegen der Veränderung nehmen Carmen Huber und Sven Wippermann das Bildungssystem als Ganzes in den Blick. Sie zeigen, welche unausgesprochenen Fragen und Annahmen Reformprozesse prägen – etwa zu Steuerbarkeit, Gerechtigkeit, Professionalität oder Verantwortung – und wie diese das Gelingen oder Scheitern von Innovationsvorhaben beeinflussen.
Entscheidungen treffen in der Schul- und Bildungsverwaltung (Ulrich Iberer, Julia Warwas) widmet sich den Mechanismen, nach denen auf administrativer Ebene Entscheidungen entstehen. Der Beitrag beleuchtet Entscheidungslogiken, Abwägungsprozesse und Spannungsfelder zwischen rechtlichen Vorgaben, pädagogischen Zielen und politischen Erwartungen – und fragt, wie unter diesen Bedingungen tragfähige, transparente Entscheidungen möglich werden.
In Transparenz und Ergebnisoffenheit: Rückblick auf zwei Jahre Strukturreform der Grundschulen in Argenbühl berichtet Dirk Nees aus einem konkreten Reformprozess vor Ort. Am Beispiel der Grundschulstrukturreform wird nachvollziehbar, wie Beteiligung, Kommunikation und Offenheit für unterschiedliche Lösungen gestaltet werden können – und welche Rolle Transparenz spielt, damit Veränderung nicht als von oben verordnet, sondern als gemeinsam verantworteter Prozess erlebt wird.
Unter dem Stichwort KI – Intelligenz aus der Steckdose fragt Torsten Indrich in Verbieten oder fördern? Das Prüfungsgespräch als eine Form der kompetenzorientierten Prüfung in Zeiten von KI, wie sich Prüfungsformate verändern müssen, wenn KI-Tools selbstverständlich verfügbar sind. Der Beitrag diskutiert, warum mündliche Prüfungsgespräche eine besondere Chance bieten, Kompetenzen sichtbar zu machen, die sich nicht einfach „aus der Steckdose“ bedienen lassen – und wie Prüfungen so gestaltet werden können, dass sie Innovation nicht ausbremsen, sondern produktiv aufgreifen.
Panorama: Schulbegleitung, lokale Demokratie und „Schul-Revolution?“
Im Panorama rückt zunächst die inklusive Perspektive in den Mittelpunkt:
- Schulbegleitung als Schlüssel zur Inklusion? Rollen, Herausforderungen und Erfahrungen aus dem Schulalltag (F. Alramseder u. a.) zeigt, wie Schulbegleiter:innen das Gelingen inklusiver Bildung mitprägen – und welche strukturellen, kommunikativen und professionellen Fragen sich daraus für Schulen und Verwaltung ergeben.
- Janina Suppers und Tamara Weisse beleuchten in Die Bedeutung von Schule und Gemeinschaftskundeunterricht für eine lebendige, lokale Demokratie: Ergebnisse einer Fallstudie, wie Schulen und insbesondere der Gemeinschaftskundeunterricht demokratisches Engagement vor Ort stärken können – und welche Rahmenbedingungen dies erfordert.
- Ulrich Herrmann stellt in „Lehrer hört die Signale.“ Auf dem Weg zur Schul-Revolution? provokant die Frage, welche Signale aus Schulen, Wissenschaft und Gesellschaft derzeit überhört werden – und was nötig wäre, um tatsächlich von einer „Schul-Revolution“ sprechen zu können.
Jetzt abonnieren und profitieren:
- Fundierte Einblicke, wie Schulaufsicht und Bildungsadministration als Motoren von Innovation agieren können
- Konkrete Beispiele für Reformprozesse, Entscheidungslogiken und Transparenz in Schul- und Bildungsverwaltung
- Anregungen zum Umgang mit KI, Prüfungsformaten und Inklusion aus administrativer Perspektive
- Impulse, wie Schule, Verwaltung und Politik gemeinsam die Zukunft des Bildungswesens gestalten können
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Format: DIN A4
Seitenzahl: 56 Seiten
Erscheinungstermin: 22.05.2025
Zugehörige Titel
Die Schulaufsicht ist ein selbstverständlicher Teil unseres Bildungssystems und gleichzeitig ein noch zu wenig beachteter und beteiligter Akteur, wenn es darum geht, Schulen bei ihrer Qualitätsentwicklung zu unterstützen. Dabei kann Schulaufsicht mit ihrer Expertise einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Der dafür notwendige Rollenwandel der Schulaufsicht vollzieht sich – in unterschiedlicher Ausprägung – überall in Deutschland. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in Erkenntnisse aus dem Programm „LiGa – Lernen im Ganztag“ – einer gemeinsamen Initiative der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der Stiftung Mercator, in der vor allem die Zusammenarbeit der schulischen Steuerungsebene im Fokus stand.Stichwörter: Schulaufsicht, Qualitätsentwicklung, Kooperation, Transformation, Rollenwandel
Im Zuge einer Stärkung der Eigenständigkeit von Schulen obliegen der Schulaufsicht neben kontrollierenden Aufgaben mit Blick auf die schulische Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zunehmend auch unterstützende Aufgaben, vor allem mit Blick auf die schulische Qualitätsentwicklung, die sie bei der Realisierung ihres Führungsauftrags gegenüber Schulen zu erfüllen hat. Der Beitrag geht der Frage nach, auf welche Weise die Schulaufsicht diesen Führungsauftrag erfüllt, und trägt zu deren Beantwortung Erkenntnisse aus der empirischen Forschung zusammen.Stichwörter: Schulaufsicht, Kontrolle, Unterstützung, Beratung, Führungsstile
Im Rück- und Ausblick auf das Bildungssystem entsteht ein Vergleich zwischen Umsetzungen und erforderlichen Veränderungen, den gesellschaftlichen Anforderungen an das Bildungssystem von Baden-Württemberg gerecht zu werden und eine verantwortungsvolle Bildungschance für alle Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer Kompetenzen und ihrer familiären Voraussetzungen zu bewirken. Schule als einen Lern- und Erfahrungsraum zu gestalten, die das Bestreben hat, den Qualitätsbereichen, festgelegt vom Deutschen Schulpreis, zu entsprechen, damit sie den internationalen Standards standhalten kann. Es benötigt auf allen Ebenen Akteure, die engagiert an einer Veränderung in der Bildungslandschaft zu Gunsten der gesellschaftlichen Zukunft unserer Schüler/innen mitwirken, dies gilt auch für die Schulverwaltung.Stichwörter: Veränderung in der Bildungsadministration, Institute Zentrum für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung (ZSL) und für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW), Praxisanpassung, differenziert arbeitende Schularten, Zuständigkeiten, Ressourcen
Steuerung im Bildungswesen ist ein fortwährendes Thema. Es gehört Mut dazu, Bildungsprozesse wirksam zu steuern und tragfähige Visionen zu entwickeln. Personen in der Führung müssen zukünftig professionell ausgebildet werden, um sich den neuen Herausforderungen überlegt, flexibel und klug zu stellen. Es benötigt Menschen, die in einer Organisation bereit sind zu lernen und ihre Wirkung zu reflektieren.Stichwörter: Bildungswesen, Führungsherausforderungen, Lernen, Zukunft, Visionen
Entscheidungen in der Schul- und Bildungsverwaltung sind durch hohe Komplexität, widersprüchliche Erwartungen und dynamische Rahmenbedingungen geprägt. Der Beitrag beleuchtet Entscheidungstheorien sowie Strategien zur Entscheidungsfindung unter Unsicherheit. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Spannungsfeld zwischen rationaler Abwägung, intuitivem Handeln und wertegeleitetem Entscheiden. Es werden Orientierungspunkte für Führungskräfte skizziert, die helfen können, Entscheidungsprozesse erfolgreich zu gestalten.Stichwörter: Führungskräfte, Entscheidungsmodelle, Leadership, Partizipation
Die Frage, wie wir mit KI in der Bildung umgehen, ist entscheidend. Dieser Artikel plädiert für einen kompetenzorientierten Ansatz: Prüfungsgespräche, die Schüler ermutigen, KI als sinnvolles Werkzeug für ihre Ideen zu nutzen, und so wichtige Kompetenzen für die digitale Zukunft entwickeln. Praktische Beispiele zeigen, wie dieser Ansatz in der Praxis gelingen kann.Stichwörter: Künstliche Intelligenz, Medienkompetenz, Prüfungsgespräch, Kompetenzorientierung
Schulen müssen gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ermöglichen. Kann der individuelle Unterstützungsbedarf nicht mit internen personellen Ressourcen gedeckt werden, kommt eine externe Akteursgruppe ins Spiel: die Schulbegleitung. Sie soll die Lücke im System schließen und durch Assistenz gleichberechtigte Teilhabe und Eingliederung befördern. In der Praxis stehen Schulbegleitungen jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Empirische Daten zeigen, wie wichtig eine Professionalisierung und die Einbindung in das Schulteam sind.Stichwörter: Schulbegleitung, Inklusion, Rollenkonflikte, Professionalisierung
Eine baden-württembergische Grund- und Hauptschule im ländlichen Raum, ohne Perspektive, entwickelt sich zur Gemeinschaftsschule mit überaus erfolgreicher gymnasialer Oberstufe und zur zweifachen Preisträgerin des Deutschen Schulpreises. Der Schulleiter berichtet im Rückblick von den wichtigsten Impulsen, Etappen und Errungenschaften einer Schule, die den Unterricht abschaffte, um das selbstorganisierte Lernen in den Mittelpunkt zu stellen. Ein Lehrstück für Schulentwicklung und Lernkultur, das schon Schule gemacht hat.Stichwörter: Schulentwicklung, Gemeinschaftsschule, Lernkultur, Deutscher Schulpreis, Alemannenschule Wutöschingen, Schickhardt GMS Stuttgart
Die Gemeinde Argenbühl hat mit einer konsequent partizipativen Herangehensweise an die Schulentwicklung einen zukunftsweisenden Prozess angestoßen. Dabei wurde bewusst auf die Einbindung der Bevölkerung gesetzt, auch im Wissen um bestehende Widersprüche und Ambivalenzen. Unterstützt durch professionelle Moderation und externe Beratung zielte der Prozess darauf ab, gemeinsam mit allen Akteuren eine tragfähige und langfristig akzeptierte Entscheidung zu finden. Dieses Vorgehen zeigt, wie innovative Beteiligungsformate komplexe Entscheidungsprozesse in Gemeinden erfolgreich gestalten können.Stichwörter: Schulzusammenführung, Gemeindearbeit, Partizipationsprozess, Schulentwicklung, Bürgerbeteiligung, Innovation, Transparenz, Professionalität, Verantwortungsübernahme, Meinungsfreiheit
In einer Zeit zahlreicher Krisen, die oft von Unsicherheiten und Fehlinformationen geprägt ist, ist die Förderung junger Menschen zu aktiven, kritischen Bürger/innen wichtig, um lokale Demokratien zu stärken. Dieser Artikel beleuchtet die Rolle von Schulen, insbesondere des Fachs Gemeinschaftskunde, anhand von Interviews und Gruppendiskussionen an einer ländlichen Schule in Baden-Württemberg. Die Ergebnisse zeigen, dass politisches Wissen, Teilnahmefähigkeiten und ein demokratisches Schulklima die Bürgerbeteiligung fördern. Der Artikel gibt zudem praktische Empfehlungen für Lehrkräfte und Schulleitungen.Stichwörter: Gemeinschaftskunde, Bürgerbeteiligung, Unterricht, Bildungsplan, Demokratie