Lehren & Lernen 4/2021 | Demokratische Werte erleben Demokratiepädagogik Teil 2
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Produktinformationen " Lehren & Lernen 4/2021 | Demokratische Werte erleben Demokratiepädagogik Teil 2"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Demokratische Werte erleben – Demokratiepädagogik Teil 2
Demokratische Werte erleben – Demokratiepädagogik Teil 2 führt die Diskussion um Demokratiebildung fort und rückt diesmal Werte, Mitbestimmungserfahrungen und globale Perspektiven in den Mittelpunkt. Die Beiträge zeigen, wie Wertediskurse geführt, Beteiligung im Schulalltag ermöglicht, Demokratie mit Globalem Lernen verknüpft und digitale Formate für Demokratiebildung genutzt werden können – bis hin zur Erinnerungspädagogik.
Zwischen Wertereflexion, Interviews mit Landesschüler:innen, Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit von Demokratisierung, einem digitalen „Wimmelbild“ zur Demokratiebildung, Erinnerungsarbeit, Unterrichtsmacht, Schulstrukturkritik, Auswendiglernen und hybriden OER-Materialien wird deutlich: Demokratiepädagogik ist ein vielschichtiges Feld. Sie lebt von echten Erfahrungen, kritischer Reflexion und einer Schulstruktur, die Beteiligung erlaubt.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Demokratiebildung im Unterricht und in der Schulkultur vertieft und zeitgemäß gestalten möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte aller Schularten, insbesondere in Politik, Geschichte, Ethik, Religion und Gesellschaftslehre
- Schulleitungen und Schulentwicklungsgruppen, die demokratische Beteiligung systematisch stärken wollen
- Schülervertretungen, SMV-Begleitende und Pädagog/innen in der politischen Bildung
- Lehramtsstudierende und Ausbildende, die Konzepte und Fallbeispiele zu Demokratiepädagogik suchen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Vom (Mehr-)Wert der Werte – Wertediskurse und Wertereflexion
Im Editorial Vom (Mehr-)Wert der Werte – Wertediskurse und Wertereflexion zeigt Siegfried Frech, warum es nicht reicht, Werte „zu vermitteln“. Er diskutiert, wie Werte in Schule ausgehandelt, hinterfragt und gelebt werden – und welche Formate echte Wertereflexion ermöglichen.
Demokratie in der Schule – „Im Unterricht hört die Mitbestimmung oft auf“
In Demokratie in der Schule „Im Unterricht hört die Mitbestimmung oft auf“ berichtet Florentine Anders in einem Interview mit vier Schüler:innen des Landesschülerrates aus Berlin und Brandenburg, wie Lernende Beteiligung erleben: von echten Mitbestimmungserfahrungen bis zu symbolischen Formen.
Demokratiebildung im Kontext des Globalen Lernens
Demokratiebildung im Kontext des Globalen Lernens. Schulische Demokratisierung zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Thomas Strehle, Carsten Rohlfs, Marius Harring) verknüpft Demokratiepädagogik mit Globalem Lernen. Der Beitrag zeigt, wie globale Gerechtigkeit, Menschenrechte und Nachhaltigkeit im Unterricht thematisiert werden – und wo schulische Strukturen demokratische Ansprüche begrenzen.
„Wimmelbild online“ – digitale Demokratiebildung
In „Wimmelbild online“ – eine digitale Umsetzung des Leitfadens Demokratiebildung entwerfen Stefan Artmann und Felix Steinbrenner ein digitales Szenario, in dem Lernende komplexe Situationen erkunden, Perspektiven wechseln und demokratische Fragestellungen entdecken.
„Wehret den Anfängen“ – Demokratie-Lernen durch Erinnern
„Wehret den Anfängen“ – Demokratie-Lernen durch Erinnern (Helmut Wehr, Hans-Jürgen Kobus) rückt die Bedeutung von Erinnerungspädagogik in den Vordergrund. Anhand historischer Beispiele wird gezeigt, wie frühzeitiges Erkennen antidemokratischer Tendenzen und kritische Auseinandersetzung mit Geschichte demokratische Wachsamkeit fördern können.
Panorama: Macht im Unterricht und Schulstrukturkritik
Im Panorama werden zwei grundlegende Fragen gestellt:
- Unterricht – ein Mach(t)werk des Lehrers? (Martin Kramer) fragt, wie Macht im Unterricht ausgeübt wird – bewusst und unbewusst – und wie sich demokratische Haltungen in der Gestaltung von Unterricht und Bewertung zeigen.
- Der inakzeptable Umgang der Bildungswissenschaft mit der Schulstruktur (Brigitte Schumann) kritisiert, wie wenig Schulstrukturen (z. B. das gegliederte System) aus demokratie- und gerechtigkeitstheoretischer Perspektive problematisiert werden.
Zwischenruf: Ist Auswendiglernen noch zeitgemäß?
Im Zwischenruf Ist Auswendiglernen noch zeitgemäß? reflektiert Volker Reinhardt die Rolle von Auswendiglernen im kompetenzorientierten Unterricht. Er fragt, wann Auswendiglernen sinnvoll ist – etwa als Basiswissen – und wann es demokratischer Bildung und kritischem Denken im Weg steht.
Digitale Schulentwicklung
In der Serie Digitale Schulentwicklung zeigt Tanja Schöler in Wie können zeitgemäße Lernmaterialien aussehen? Hybride OER-Lernmaterialien am Beispiel des Faches Deutsch, wie offene, digital-analoge Materialien gestaltet werden können, die Beteiligung, Differenzierung und Kooperation fördern – auch im Sinne demokratischer Lernkulturen.
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- Konkrete Impulse für Wertearbeit, Beteiligung und globale Perspektiven in der Demokratiebildung
- Einblicke in digitale Formate, Erinnerungspädagogik und Machtfragen im Unterricht
- Kritische Reflexionen zur Schulstruktur und Rolle des Auswendiglernens
- Literatur- und Materialtipps für eine zeitgemäße, demokratisch orientierte Unterrichtspraxis
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 19.04.2021
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Der Institution Schule wird für die Entwicklung eines demokratischen Selbstverständnisses von Schüler/innen eine wichtige Rolle beigemessen. Die Stärkung der Persönlichkeit und Empathie, die Einübung gewaltfreier Verhaltensweisen, die Vermittlung konsensfähiger Werte und die Orientierung an demokratischen Prinzipien soll dabei nicht nur ein abstrakt theoretischer Gegenstand eines Schulkonzeptes darstellen, sondern vielmehr auf sämtlichen Ebenen des schulischen Alltags vorgelebt werden. Aber (wie) kann das einer Einrichtung gelingen, die selbst Teil eines undemokratischen und soziale Ungleichheit reproduzierenden Bildungssystems ist? Der Beitrag nimmt diese Frage auf und diskutiert Perspektiven für die Entwicklung einer demokratischen Schul- und Unterrichtskultur zwischen Anspruch und Wirklichkeit, unter besonderer Berücksichtigung des Globalen Lernens. Stichwörter: Demokratiebildung, Partizipation, Schule, Globales Lernen, Global Citizenship Education
Der vorliegende Kurzbeitrag stellt zwei Auszüge des Materialpakets „Schreiben – Kreatives Schreiben M 7“ vor, das Anfang 2021 auf der Website des aus Baden-Württemberg stammenden Materialnetzwerks frei verfügbar gemacht wurde. Die hinter den Lernpaketen liegenden Lernstrukturen werden ebenso angesprochen wie Hintergründe des Materialnetzwerks. Stichwörter: Materialnetzwerk, MNW, OER, Hybride Lernmaterialien
Aber natürlich ist Auswendiglernen noch zeitgemäß. Ich bin immer tief beeindruckt, wenn ältere Kolleg/innen die Glocke von Schiller mit ihren vielen Strophen auswendig rezitieren. Da gehört das Auswendiglernen hin und dort macht es wohl auch Sinn, wenn es darum geht, ein Gedicht – ohne abzulesen – theatralisch vorzutragen. Auch im Unterricht kann es sinnvoll sein, dass punktuell – und intendiert – an einzelnen Stellen bewusst auswendig gelernt werden soll.
Die Daten des nationalen PISA-Berichts 2018 hätten eigentlich für das deutsche PISA-Konsortium endlich Anlass sein müssen, die schulstrukturellen Gründe aufzudecken, die die großen Leistungsunterschiede von Jugendlichen an nicht gymnasialen Schularten gegenüber Gymnasiasten erklären. Stichwörter: PISA, PISA 2018, Bildungswissenschaft, Bildungspolitik
Der Begriff „Unterricht“ lässt unterschiedliche Deutungen zu, die zu sehr unterschiedlichen Konzeptionen des Unterrichtens führen. Interpretiert man Unterricht als „Mach(t)werk“ der Lehrperson, bei dem die Schüler/ innen „unter“ ihr stehen, so liegt der Fokus auf dem „Durchkommen“ mit dem geplanten Stoff. Interpretiert man jedoch Unterricht als ein „Untereinandersein“, so wird Unterricht zu einem kommunikativen Akt, bei dem sich Lehrperson und Schüler/innen auf ein gemeinsames Ziel zubewegen. Wie ein solcher Unterricht gelingen kann, wird an dem Beispiel der Aufstellungsarbeit zu Sachthemen demonstriert. Stichwörter: Unterricht, Aufstellungsarbeit, Kommunikation, Spiel
Politische Krisenerscheinungen bringen das demokratische Selbstverständnis unter Legitimationsdruck. Populistische und extreme Positionen gewinnen nicht nur an den Rändern an Bedeutung. Die Erinnerung an demokratische Personen kann zu mündigem, zivilcouragiertem Begreifen und Handeln ermutigen. Stichwörter: Krisen der Demokratie, historisches Erinnern, Antisemitismus, gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit, politische Bildung, demokratische Biografien: Ludwig Marum, Emil Gumbel
Der Artikel beschreibt die neue und in ihrer Art einzigartige Lernplattform „Wimmelbild online” der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB). Das „Wimmelbild online” ist ein pädagogisches Angebot für Schulen: Es ist komplett digital und nutzt spielerische Elemente zur Vermittlung von Inhalten der politischen Bildung. Das Wimmelbild ist zugänglich unter www.wimmelbild.lpb-bw.de. Der folgende Text schildert den Entstehungshintergrund des Bildes, die didaktischen Überlegungen bei der Entwicklung sowie die Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht. Stichwörter: Demokratiebildung, Digitalisierung, Wimmelbild
Wahlen in Thüringen, antisemitische und rechtsextremistische Terroranschläge, Jubiläum des Mauerfalls – immer wieder wird angesichts der aktuellen Ereignisse eine Stärkung der Demokratiebildung an Schulen gefordert. Doch wie sieht es mit der gelebten Demokratie an Schulen aus? Können Schüler/innen tatsächlich in allen Bereichen mitbestimmen, oder wird das Engagement nur geschätzt, wenn es um das nächste Schulfest geht? Darüber diskutierte das Deutsche Schulportal mit vier Schüler/innen des Landesschülerrates aus den Landesverbänden Berlin und Brandenburg. Stichwörter: Demokratiebildung, Mitbestimmung, Schuldemokratie, Partizipation
Demokratien sind auf das Grundvertrauen ihrer Bürger/innen angewiesen. Fehlt dieses Ethos, das auf demokratischen Werthaltungen beruht, mangelt es Demokratien an Substanz. Wenn die Schule ihrer Aufgabe als Werteagentur gerecht werden will, ist die Vermittlung von Grundwerten und die diskursive, letztlich reflexive Auseinandersetzung mit Werten eine wichtige Aufgabe. Stichwörter: Werte, Wertewandel, demokratische Grundwerte, Schule als „Werteagentur“, Werte-Erziehung, Dilemmata
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de