Lehren & Lernen 4/2025 | Schulentwicklung zwischen Referenzrahmen Schulqualität und einer Kultur der Digitalität
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 4/2025 | Schulentwicklung zwischen Referenzrahmen Schulqualität und einer Kultur der Digitalität"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Schulentwicklung zwischen Referenzrahmen Schulqualität und einer Kultur der Digitalität
Schulentwicklung zwischen Referenzrahmen Schulqualität und einer Kultur der Digitalität bringt zwei zentrale Diskurse zusammen, die Schulen aktuell stark prägen: die Arbeit mit Qualitätsrahmen einerseits und die Gestaltung einer Kultur der Digitalität andererseits. Die Ausgabe fragt, wie Schulen diese beiden Ebenen so miteinander verbinden können, dass aus Checklisten lebendige Entwicklungsprozesse und aus „Digitalisierung“ eine tragfähige Lern- und Schulkultur werden.
Zwischen Schulalltag, Qualitätsdiskurs, Datenbasierung und pädagogischer Freiheit wird sichtbar, wie der Referenzrahmen Schulqualität Orientierung geben kann, ohne die Besonderheiten einzelner Schulen zu überdecken. Die Beiträge dieses Heftes zeichnen nach, wie Schulleitung, Kollegium und Schulaufsicht zusammenwirken, wo Daten zu einem echten „Gamechanger“ werden – und warum Zukunft auch dort entsteht, wo Lücken bleiben dürfen.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Schulentwicklung systematisch, datengestützt und zugleich pädagogisch sinnstiftend gestalten möchten. Sie richtet sich an:
- Schulleitungen und Steuergruppen, die den Referenzrahmen Schulqualität aktiv für ihre Schulentwicklung nutzen
- Lehrkräfte aller Schularten, die Qualitätsinstrumente mit ihrem Unterrichtsalltag verbinden wollen
- Vertreter/innen der Schulaufsicht, die Kooperation mit Schulen datengestützt und beratend gestalten
- Bildungsadministration und -politik, die Qualitätsrahmen und digitale Kultur zusammendenken
- Lehramtsstudierende und Fortbildner/innen, die zeitgemäße Konzepte von Schulqualität und Schulentwicklung kennenlernen möchten
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Im Beitrag Schulentwicklung zwischen Schulalltag und Referenzrahmen. Eine diskursübergreifende Positionsbestimmung verortet Johannes Zylka aktuelle Debatten zu Schulqualität. Er zeigt, wie der Referenzrahmen Schulqualität einerseits als Orientierungsraster dient, andererseits in den gelebten Alltag von Schulen „übersetzt“ werden muss. Dabei wird deutlich, wie unterschiedliche Diskurse – wissenschaftlich, administrativ, schulpraktisch – miteinander ins Gespräch kommen können, ohne sich gegenseitig zu überfordern.
Mit dem Referenzrahmen Schulqualität die Schulen entwickeln (Johannes Baumann) macht konkret, wie Schulen mit dem Instrument arbeiten können. Anhand praktischer Beispiele wird beschrieben, wie Kollegien und Schulleitungen Schwerpunkte setzen, Prozesse strukturieren und mit Hilfe des Referenzrahmens eine gemeinsame Sprache für Qualität entwickeln. Der Beitrag zeigt, wie aus einem abstrakten Rahmen ein handhabbares Werkzeug für nachhaltige Schulentwicklung wird.
In Daten im Schulsystem: Gamechanger oder wenig hilfreiches Add-on? fragen Britta Klopsch und Anne Sliwka, welchen Beitrag Daten wirklich zur Schulentwicklung leisten können. Sie beleuchten Chancen und Grenzen datengestützter Steuerung, diskutieren unterschiedliche Datenquellen und zeigen, wie Schulen eine professionelle Datenkultur aufbauen können – jenseits von reiner Kennzahlenverwaltung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wann Daten Lernen und Lehren besser machen und wo sie zum bloßen Zusatz ohne Mehrwert werden.
Wolfgang Straub nimmt in Die Perspektive der Schulaufsicht auf den Referenzrahmen Schulqualität. Datengestützte Qualitätsentwicklung im Zusammenwirken zwischen Schulleitung und Schulaufsicht die Ebene der Aufsicht in den Blick. Er beschreibt, wie Schulaufsicht und Schulleitung den Referenzrahmen gemeinsam nutzen können, um Entwicklungsprozesse anzustoßen, zu begleiten und auszuwerten. Deutlich wird, wie eine beratend-unterstützende Schulaufsicht entsteht, die auf Daten zurückgreift, ohne Schulen auf Zahlen zu reduzieren.
In Lob der Lücke(n). Wie Zukunft entsteht und wie sie versäumt wird setzt Reinhard Kahl einen bewusst anderen Akzent. Er zeigt, warum nicht alle Bereiche „durchgeplant“ und „abgedeckt“ sein müssen, damit gute Schule entsteht – und warum gerade Lücken, Freiräume und offene Fragen Räume für Kreativität, Beziehung und Zukunft eröffnen. Der Beitrag lädt dazu ein, Schulentwicklung nicht nur als Schließen von Defiziten zu verstehen, sondern als Ermöglichen von Potenzialen.
Im Panorama stellen Florian Ewald und Bernd Reinhoffer mit Das Mentoring-Projekt WEICHENSTELLUNG. Chancengleichheit am Übergang von der Primar- an die Sekundarstufe ein Projekt vor, das Schulentwicklung aus der Perspektive der Lernenden denkt. Das Mentoring begleitet Kinder an einer sensiblen Schnittstelle ihres Bildungswegs und zeigt, wie individuelle Unterstützung, Kooperation zwischen Institutionen und strukturelle Qualität zusammenwirken können, um Bildungschancen zu verbessern.
Unter Die Besondere Schule beschreiben Sabine Klomfaß und Christoph Schmalen in Selbstwirksam. Teamfähig. Aktiv. Resilient. Kompetent. Wie die IGS Salmtal ihre Schüler/innen S.T.A.R.K. fürs Leben durch personalisiertes Lernen macht, wie eine Schule Schulentwicklung konsequent vom Lernen der Schülerinnen und Schüler her gestaltet. Anhand des S.T.A.R.K.-Konzepts wird deutlich, wie personalisiertes Lernen, Kompetenzerwerb und Beziehungsgestaltung zusammenspielen, damit Jugendliche gestärkt in ihre Zukunft gehen.
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- Inspirierende Impulse für eine Kultur der Digitalität und sichtbares Lernen
- Beispiele, wie Projekte wie WEICHENSTELLUNG und Schulen wie die IGS Salmtal Qualität aus Sicht der Lernenden denken
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Format: DIN A4
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 26.06.2025
Zugehörige Titel
Der vorliegende Beitrag spannt einen Rahmen zwischen Entwicklungen der schulpädagogischen Forschungsansätze der vergangenen Jahre und den Herausforderungen im Alltag der Schulen vor Ort. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen skizziert der Autor Kernbotschaften für Schulentwicklung in einer Kultur der Digitalität – zwischen Referenzrahmen Schulqualität und den Prozessen der Digitalisierung.Stichwörter: Kultur der Digitalität, Digitalisierung, Schulentwicklung, Schulpädagogik
Um gemeinsam Ziele zu erreichen, ist es für das gesamte Schulsystem wichtig, Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Dafür ist es wichtig, dass nicht nur auf einer Ebene, sondern auch über die Ebenen hinweg zusammengearbeitet wird – immer mit dem Bezugspunkt, das Lernen aller Schüler/innen besser zu unterstützen. Wie dies auf Grundlage von Daten gelingen kann, zeigt der vorliegende Beitrag.Stichwörter: Schulsystementwicklung, datengestützte Schulentwicklung, Datenkultur, Datenkompetenz
Referenzrahmen Schulqualität, Schuldatenblatt, Statusgespräche zwischen Schulaufsicht und Schulleitung, Zielvereinbarungen – der Instrumentenkasten zur Verbesserung der Qualität schulischer Bildung scheint gut gefüllt. Aber sind die Instrumente auch wirksam und führen sie zu mehr Qualität? Die Ergebnisse in Vergleichserhebungen zu schulischen Leistungen lassen Zweifel daran aufkommen.Stichwörter: Datengestützte Qualitätsentwicklung, Statusgespräche mit Ziel- und Leistungsvereinbarungen, Schuldatenblatt
Der vorliegende Beitrag plädiert für die Bedeutung von „Lücken“ und „Zwischenräumen“ in Bildung und Lebensgestaltung. Anhand des Beispiels der Alemannenschule Wutöschingen zeigt er, wie weniger Unterricht, mehr Zeit für Beziehungen und selbstorganisiertes Lernen zu außergewöhnlichen Ergebnissen führen. Der Autor kritisiert eine auf bloße Wissensvermittlung und Fehlervermeidung ausgerichtete Pädagogik und betont die Notwendigkeit von „Resonanz“, „Kreativität aus dem Nichts“ und dem Zulassen von Unsicherheit für die Entstehung von Zukunft und individueller Entfaltung.Stichwörter: Lücken in der Bildung, Alemannenschule Wutöschingen, Beziehungsfokus, Selbstorganisiertes Lernen, Kreativität, Entfaltung
Dieser Beitrag stellt das Projekt WEICHENSTELLUNG vor, das seit dem Schuljahr 2013/14 an drei Standorten in Deutschland an der Schnittstelle von schulischem Alltag, der Ausbildung von Lehramtsstudierenden sowie der wissenschaftlichen Begleitung durchgeführt wird. Ein besonderes Augenmerk des Projektes liegt auf der Förderung sozial benachteiligter Schüler/innen.Stichwörter: WEICHENSTELLUNG, Transitionen, Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit Schüler/innen, Mentees, Mentoren
Die Chancen, aber auch Risiken der Individualisierung haben den ländlichen Raum erreicht, in dem viele Familien seit Generationen beheimatet sind. Gesellschaftliche Veränderungen, bedingt beispielsweise durch temporäre Zu- und Wegzüge, spiegeln ein gewachsenes Verständnis dafür wider, individuelle Lebensentwürfe auch in traditionell geprägten Gemeinschaften verwirklichen zu können. Die IGS Salmtal greift diese Entwicklungen auf, um ihre Schüler/innen für ein Leben in der individualisierten Gesellschaft zu stärken.Stichwörter: Individualisierung, Schulentwicklung, Schulen in ländlichen Regionen, Integrierte Gesamtschule, Schwerpunktschule, Ganztagsschule, Schulgemeinschaft
In nahezu allen Bundesländern sind mittlerweile Referenzrahmen für Schul(system)qualität eingeführt. Den Anfang machte Hessen (und nahm damit eine wichtige Vorreiterrolle ein) schon 2011. Baden-Württemberg folgte 2023. Damit hat sich die Bildungspolitik ein weiteres wichtiges Steuerungsinstrument zugelegt. Neben dem Bildungsplan (was Schüler/innen am Ende können sollen) steht nun der Referenzrahmen, der den Schulen – zunächst einmal sehr plakativ gesprochen – sagt, worauf es ankommt.Stichwörter: Referenzrahmen, Schulqualität, Schulentwicklung