Lehren & Lernen 5/2020 | Schulschließungen und digitale Schulentwicklung
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 5/2020 | Schulschließungen und digitale Schulentwicklung"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Schulschließungen und digitale Schulentwicklung
Schulschließungen und digitale Schulentwicklung bündelt Erfahrungen aus der ersten großen Distanzlernphase und fragt, was daraus für die langfristige digitale Schulentwicklung folgt. Die Beiträge zeichnen nach, wie Schulen innerhalb kürzester Zeit auf Online-Unterricht umgestellt, Tools eingeführt, Unterrichtsformate verändert und Schüler:innen im Fernunterricht begleitet haben – und wo Grenzen, Brüche und neue Chancen sichtbar wurden.
Zwischen individuellem Projektbericht, Mathematik-Pilotprojekt, Homeoffice-Erfahrungen, digital gestütztem Lernen an Gemeinschafts- und beruflichen Schulen, explorativer Schülerbefragung, schulamtlich organisierter Vernetzung und grundsätzlichen Überlegungen zu „ver-rückten Klassenzimmern“ wird deutlich: Schulschließungen waren nicht nur Notbetrieb, sondern ein Katalysator für digitale Schulentwicklung – wenn Schulen bereit waren, hinzuschauen und zu lernen.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Distanzlernen und digitale Entwicklung Ihrer Schule reflektieren und weiterdenken wollen. Sie richtet sich an:
- Schulleitungen und Steuergruppen, die digitale Schulentwicklung strategisch gestalten
- Lehrkräfte aller Schularten, die Erfahrungen aus der Schulschließung aufgreifen und verbessern möchten
- Medienbeauftragte, Schulträger und Schulämter, die Infrastruktur mit pädagogischen Konzepten verbinden
- Lehramtsstudierende und Fortbildner/innen, die Beispiele gelingenden (und misslingenden) Fernunterrichts analysieren wollen
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Online-Unterricht – mit begrenztem Haltbarkeitsdatum
Im Editorial Online-Unterricht – mit begrenztem Haltbarkeitsdatum. Ein individueller Projektbericht schildert Rudolf Retzler persönliche Erfahrungen mit Online-Unterricht: was funktionierte, was nicht – und warum digitale Formate Präsenzunterricht nicht einfach ersetzen können.
Potenziale der Digitalisierung im Mathematikunterricht – CompuLearn
In Potenziale der Digitalisierung im Mathematikunterricht: Individualisierung mit CompuLearn. Ergebnisse eines Pilotprojekts am Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart (Dietrich Ottenhaus, Simon Ottenhaus) wird ein digitales Lernprogramm vorgestellt, mit dem Mathematikunterricht individualisiert wird – auch und gerade im Fernunterricht.
Homeoffice und Schulalltag – Evangelische Schule Schloss Gaienhofen
Homeoffice und Schulalltag? Ein Erfahrungsbericht aus der Evangelischen Schule Schloss Gaienhofen (Martina Bischofberger, Sahrah Fehling, Malte Fehling, Dieter Toder) beschreibt, wie Lehrkräfte und Schüler:innen ihren Alltag zwischen Laptop, Familienleben und Lernplattformen organisiert haben.
Digital gestütztes Lernen an der GMS Durmersheim
In Wie digitale Tools den Schulalltag ermöglichen. Digital gestütztes Lernen an der GMS Durmersheim (Simone Hermann, Volker Arntz) wird gezeigt, wie eine Gemeinschaftsschule Tools kombiniert, um Kommunikation, Aufgabenverteilung, Feedback und Zusammenarbeit zu sichern.
„Der Unterricht geht weiter“ – Wilhelm-Schickard-Schule Tübingen
Der Unterricht geht weiter – das Unterrichtsformat ändert sich. Ein Erfahrungsbericht der Wilhelm-Schickard-Schule Tübingen aus der Zeit der Schulschließungen (Jacqueline Stietzel, Felix Höppner) schildert, wie eine berufliche Schule Unterrichtsformate umstellt, Prüfungsanforderungen im Blick behält und Lernende begleitet.
Distance Learning mit Seesaw
In Distance Learning mit Seesaw zeigt Isabelle Schuhladen, wie die Plattform Seesaw insbesondere im Grundschulbereich genutzt werden kann, um Aufgaben zu verteilen, Ergebnisse zu sammeln und kommunikative Nähe zu halten.
(Digitalen) Austausch zwischen Schulen ermöglichen
Carmen Huber beschreibt in (Digitalen) Austausch zwischen Schulen ermöglichen. Wie ein Schulamt kurzfristig Raum für Schulentwicklung schafft, wie das Schulamt Schulen digital vernetzt, Erfahrungsräume schafft und so kollektives Lernen im System unterstützt.
Schülerbefragung zum Fernunterricht & ver-rückte Klassenzimmer
In „Ich kann das nicht alleine, es ist keiner da, der mir es erklärt!“ Befunde einer explorativen Schülerbefragung zum Fernunterricht (Valentin Unger, Albrecht Wacker, Thomas Rey) kommen Lernende selbst zu Wort: zu Unterstützung, Überforderung, Motivation und Gerechtigkeit.
Ver-rückte Klassenzimmer als Geburtsstätten für Neues? Sondierungen zwischen Fernunterricht und Homeschooling(Michael Schratz) fragt grundsätzlicher, wie sich Lernorte verschieben – und welches Innovationspotenzial darin steckt.
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- Beispiele für digitale Tools, Plattformen und individualisierte Lernsettings
- Einsichten aus Schülerbefragungen und schulamtlicher Vernetzung
- Reflexionen, wie aus „ver-rückten Klassenzimmern“ dauerhaft tragfähige digitale Lernkulturen werden können
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 20.05.2020
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Die Schulschließungen haben gewohnte Routinen außer Kraft gesetzt und Unterricht in den virtuellen Raum verlagert. In einer Umfrage haben Lehrpersonen Auskunft über die Auswirkungen auf ihren dislozierten Unterricht gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass die erforderliche Neuausrichtung im virtuellen Raum noch stark von den Routinen des Präsenzunterrichts geprägt ist. Aus den vielfältigen Erfahrungen werden fünf Dimensionen herausgearbeitet, die als Grundlage für eine künftige Kultur der Digitalität dienen können. Stichwörter: dislozierter Unterricht, Musterunterbrechung, Kultur der Digitalität, virtuelle Teamarbeit
Von welchen Erfahrungen berichten Schüler/innen beim häuslichen Lernen? Der Beitrag berichtet Befunde einer qualitativen Schülerbefragung (N = 169 Schüler/innen verschiedener Schularten) zu den praktizierten digitalen Verfahren, der aufgewendeten Arbeitszeit, erfolgten Rückmeldungen und insgesamt zu den Gelingensbedingungen des häuslichen Lernens. Die Ergebnisse verweisen auf eine teils hohe Belastung, eine (zu) große Vielfalt der digitalen Wege und Verfahren für die Lernenden und konturieren eine akzentuierte Kommunikation und gezieltes Feedback als förderliche Bedingungen des Fernunterrichts. Stichwörter: Corona-Krise, Fernunterricht, Schüler/innen, Schülerbefragung, Feedback, Schulschließungen
Die Schulschließungen haben die schulische Welt auf den Kopf gestellt, gewohnte Unterrichtsformate waren kurzfristig nicht mehr möglich. In dieser Phase der Schulschließungen zeigen sich mittlerweile deutliche Unterschiede zwischen Schulen, die digitale Lernformate wie selbstverständlich nutzen, und denen, die eher in herkömmlichen Strukturen verhaftet sind. Dieser Beitrag beschreibt das Angebot eines Schulamts, bei dem kurzfristig ein Erfahrungsaustausch zwischen Schulleitungen und Lehrpersonen im Rahmen eines Webinars ermöglicht wird. Stichwörter: Fernunterricht, Schulschließungen, Schulamt, Schulentwicklung, GoToMeeting
Weltweit wird die App Seesaw in Schule und Unterricht verwendet, so auch von mir in meinem Französisch- Unterricht. Mit diesem Programm lernen die Schüler/innen meiner Klassen das richtige Kommunizieren, das Teilen von Produkten sowie das Geben von Feedback im Rahmen des Unterrichts. In diesem Beitrag beschreibe ich, wie ich Seesaw in meinem Französisch-Unterricht nutze. Stichwörter: Seesaw, Fernunterricht, Kommunikation, Feedback, Kreativität, Schulschließungen
Die Wilhelm-Schickard-Schule in Tübingen (Kaufmännische Schule in der Trägerschaft des Landkreises) hat für die Phase der Schulschließungen über die Nutzung von WebUntis, Schul.Cloud und BigBlueButton für Moodle einen guten Weg gefunden, wie die Schüler/innen unterrichtet werden können. Dieser Beitrag stellt die drei genannten Programme beim Einsatz in Zeiten der Schulschließung vor und benennt Potenziale und Grenzen. Stichwörter: Schulschließungen, Fernunterricht, Online-Unterricht, Moodle, WebUntis, Schul.Cloud
Aufgrund der Schulschließungen findet auch an der Gemeinschaftsschule Durmersheim nur noch digital gestützter Unterricht statt. Die Schule profitiert hierbei von sechs Jahren Erfahrung mit der Nutzung des cloudbasierten Lernmanagementsystems Learnscape. Dieser Beitrag skizziert die als ergänzende Lern-Tools verwendeten Apps GoToMeeting und ThreemaWork sowie die daraus resultierenden Chancen für den Kommunikationsprozess zwischen Lernbegleiter/in und Schüler/in. Dabei streift der Beitrag auch arbeits- und datenschutzrechtliche Aspekte. Stichwörter: Schulschließungen, GoToMeeting, ThreemaWork, Learnscape, digital gestützter Unterricht
An der Evangelischen Schule Schloss Gaienhofen wird seit 2012 die Individualisierung des Unterrichts konsequent weiterentwickelt. Schnell wurde erkannt, dass der Digitalisierung in diesem Zusammenhang eine große Rolle zukommt. Aufgrund der inzwischen etablierten digitalen Infrastrukturen und Abläufe stellt die aktuelle Situation der Schulschließungen die Lehrer/innen und Schüler/innen vor keine großen Herausforderungen. Mit welcher Hard- und Software im schulischen Alltag gearbeitet wird, stellt dieser Beitrag vor. Stichwörter: Corona-Krise, Digitalisierung, Schulschließungen, Fernunterricht, BYOD, 1-zu-1-Ausstattung, Tablet Computer
In diesem Beitrag wird ein Aspekt des Online-Unterrichts vorgestellt: das Begleiten von Schüler/innen durch ein Schulbuch mit Hilfe von durch eine Lehrperson produzierten und über YouTube bereitgestellten Videos. Dies kann als Werkzeug vertieften (mathematischen) Lernens nicht nur in der Grundschule eingesetzt werden, sondern ist auch in der gegenwärtigen Zeit der Schulschließung von aktueller Bedeutung. Das Manuskript skizziert die Hintergründe des Angebots www.elementarschule-online.de und zeigt praktische Einsatzmöglichkeiten und Grenzen. Stichwörter: Online-Unterricht, Lehr-Video, Erklärvideo, Blended Learning
In diesem Artikel wird das Online-Lernsystem CompuLearn vorgestellt, das die Digitalisierung und Individualisierung des Mathematikunterrichts nach dem Konzept des „Precision Teaching“ unterstützt. Das interaktive Übungssystem gibt den Lernenden direktes Feedback und hilft den Lehrpersonen durch automatisierte Auswertungen, Probleme im Lernprozess zeitnah zu identifizieren und den Unterricht daran anzupassen. Der vorliegende Beitrag berichtet von der CompuLearn-Einführung am Wirtemberg-Gymnasium Stuttgart-Untertürkheim und stellt fest, dass sich das Lernsystem u. a. gut eignet, um individuelle Lernprozesse zu unterstützen und Lösungen automatisiert auszuwerten. Stichwörter: Mathematik, Individualisierung, CompuLearn, Digitalisierung, Hausaufgaben, Mathematikunterricht, Precision Teaching
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de