Lehren & Lernen 6/2025 | Pädagogische Freiheit - Spannungsfelder und Chancen
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 6/2025 | Pädagogische Freiheit - Spannungsfelder und Chancen"
Zum Thema dieser Ausgabe:
Pädagogische Freiheit – Spannungsfelder und Chancen
Pädagogische Freiheit – Spannungsfelder und Chancen stellt eine Kernfrage professioneller Bildungspraxis in den Mittelpunkt: Wie viel Freiheit brauchen Lehrpersonen, um verantwortungsvoll handeln zu können – und welche Grenzen sind notwendig, um Kinder und Jugendliche zu schützen und zu stärken? Die Ausgabe zeigt, dass pädagogische Freiheit kein Freiraum „ohne alles“ ist, sondern immer mit Verantwortung, Rechenschaft und gemeinsamen Aushandlungsprozessen verbunden bleibt.
Zwischen Inklusion, Kinderrechten, Leistungsbewertung, Ganztagsschule und Schulentwicklung wird deutlich: Freiheit in der Pädagogik entsteht genau dort, wo Haltungen geklärt, Rollen bewusst gestaltet und Strukturen reflektiert werden. Die Beiträge dieses Heftes zeichnen nach, wie Lehrpersonen, Schulen und Kooperationspartner:innen pädagogische Spielräume nutzen können, ohne in Beliebigkeit zu geraten – und wie aus Spannungsfeldern produktive Entwicklungsimpulse werden.
Für wen ist diese Ausgabe ideal?
Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie pädagogische Freiheit nicht nur als Schlagwort, sondern als gestaltbaren Teil professioneller Praxis verstehen und weiterentwickeln möchten. Sie richtet sich an:
- Lehrkräfte aller Schularten, die ihren pädagogischen Handlungsspielraum reflektieren und erweitern wollen
- Schulleitungen und Steuergruppen, die Schule zwischen Vorgaben, Arbeitszeitmodellen und pädagogischer Eigenverantwortung profilieren
- Lehramtsstudierende, Ausbildende und Hochschullehrende, die pädagogische Freiheit in Ausbildung und Praxis verankern
- Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere in der Kooperation mit Ganztagsschulen
- Bildungsakteur/innen, die Kinderrechte, Inklusion und Schulentwicklung zusammendenken
Die wichtigsten Inhalte im Überblick
Daniel Bertels und David Rott zeigen in Kinderrechte als Weg für pädagogische Freiheit und Verantwortung, wie das Konzept der Kinderrechte neue Orientierung für professionelles Handeln geben kann. Sie entfalten, warum Kinderrechte nicht als zusätzliche „Aufgabe“ daherkommen, sondern als Rahmen, in dem pädagogische Freiheit verantwortungsvoll genutzt wird: Lernende werden als Rechtsträger/innen ernst genommen, und Lehrpersonen gewinnen Klarheit darüber, wie sie Entscheidungen begründen und gemeinsam aushandeln können.
In Freiheit in der schulischen Inklusion – Bedingung und Chance beleuchtet Wolfhard Schweiker, warum inklusive Schule ohne pädagogische Freiheit kaum denkbar ist – und zugleich klare Strukturen braucht. Am Beispiel inklusiver Settings wird sichtbar, welche Freiheitsgrade Lehrkräfte benötigen, um auf heterogene Lerngruppen einzugehen, und wie Regelungen, Ressourcen und Teamarbeit gestaltet sein müssen, damit Inklusion nicht zur Überforderung, sondern zur gemeinsamen Chance wird.
Carmen Huber fragt in Pädagogische Freiheit verbunden mit Herausforderung und Grenzen – Eine Frage der persönlichen Haltung?, wie individuelle Überzeugungen und professionelle Haltung zusammenwirken. Der Beitrag zeigt, dass pädagogische Freiheit immer auch mit Selbstreflexion verbunden ist: Wo überschreite ich Grenzen? Wo ziehe ich mich hinter Vorgaben zurück? Und wie gelingt es, im Spannungsfeld von Erwartungen, Kontrolle und eigenen Ansprüchen handlungsfähig zu bleiben?
In Verantwortung im Unterricht abgeben und Freiheiten nutzen stellen Thomas Rhyner und Patricia Bachmann vor, wie angehende Lehrpersonen in Ausbildungssituationen Freiräume praktisch erproben können. Lernpfade, Lernberatung und Round Tables werden als Formate beschrieben, in denen Verantwortung bewusst an Lernende übergeht – und Studierende erfahren, wie sich pädagogische Freiheit anfühlt, wenn sie Lernprozesse nicht vollständig steuern, sondern begleiten.
Mit Beurteilungsprozesse partizipativ aushandeln – Pädagogische Freiheit mit Lehramtsstudierenden nutzen knüpft Thomas Rhyner an die Frage der Leistungsbewertung an. Im Zentrum steht die Idee, Beurteilungskriterien und Rückmeldeprozesse gemeinsam mit Studierenden zu entwickeln. Der Beitrag macht sichtbar, wie dadurch pädagogische Freiheit nicht gegen Transparenz und Fairness ausgespielt wird, sondern Lernende stärker einbindet und Beurteilung zum Lernanlass wird – auch in der Lehrerbildung.
Katharina Gosse geht in Freiwilligkeit als pädagogisches Prinzip – Ein Dilemma für die Kinder- und Jugendhilfe in der Kooperation mit Ganztagsschulen der Frage nach, was passiert, wenn unterschiedliche Logiken aufeinandertreffen: freiwillige Teilnahme in der Kinder- und Jugendhilfe einerseits, verpflichtende Ganztagsstrukturen andererseits. Der Beitrag diskutiert Spannungen, aber auch Gestaltungsmöglichkeiten, um pädagogische Freiheit und Verlässlichkeit für Kinder und Jugendliche in Einklang zu bringen.
In Schulentwicklung zwischen pädagogischer Freiheit und überkommenem Arbeitszeitmodell analysiert Johannes Zylka, wie strukturelle Rahmenbedingungen pädagogische Entwicklung begrenzen oder ermöglichen. Am Beispiel schulischer Arbeitszeitmodelle zeigt er, warum echte pädagogische Innovation nicht allein von Haltungen abhängt, sondern auch von Zeitbudgets, Teamstrukturen und organisationalen Freiräumen – und wie Schulen in diesem Spannungsfeld dennoch handlungsfähig bleiben können.
Im Panorama stellen Myrte Zachow, Eva Bertram und Carolin Stangier mit Mit der KlimaBilderBox in eine positive Zukunft ein Projekt aus dem Kunstunterricht vor. Im Fokus steht eine emotionsbasierte Klimabildung, die nicht bei Alarmismus stehen bleibt, sondern positive Zukunftsbilder und Handlungsmöglichkeiten stärkt. Der Beitrag zeigt, wie ästhetische Zugänge, Emotionen und pädagogische Freiheit zusammenwirken können, um nachhaltige Lernprozesse anzustoßen.
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- Impulse, wie pädagogische Freiheit verantwortungsvoll mit Kinderrechten, Inklusion und Ganztag verknüpft werden kann
- Konkrete Beispiele für partizipative Lehr-Lern- und Beurteilungsformate in Schule und Lehrerbildung
- Perspektiven auf Schulentwicklung zwischen Arbeitszeitstrukturen und pädagogischem Anspruch
- Anregungen, wie Projekte wie die KlimaBilderBox emotionsbasierte Bildung und pädagogische Freiräume produktiv verbinden
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Format: DIN A4
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 24.11.2025
Zugehörige Titel
Kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben von Autorinnen und Autoren aus Praxis und WissenschaftIn 6 Ausgaben pro Jahr werden aktuelle Themen aufgegriffen, intensiv beleuchtet und diskutiert. Im Fokus steht die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Unterricht und Schulen mit wissenschaftlich fundierten, reflektierten und innovativen Beiträgen für die Praxis. Dabei geht es unter anderem um digitale Schulentwicklung, zeitgemäße Lehr–Lernsettings, Demokratiebildung, selbstorganisiertes Lernen, Leseförderung, Neuropsychologie, Achtsamkeit, Meinungsfreiheit, Gesundheit von Schüler:innen und Lehrer:innen und vieles mehr.Das Redaktionsteam - Schulpraktiker und Wissenschaftler - sorgt für kritisch-konstruktive Beiträge aus dem Schulleben, nicht nur in Baden-Württemberg und sieht sicht als Mittler zwischen Bildungspolitik, Schulalltag und Wissenschaft – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen deren Diskursen immer größer und offensichtlicher wird. Sie erhalten aus erster Hand an der Praxis innovativer Schulen ausgerichtete, wissenschaftlich fundierte Informationen. Preisvorteil von ca. 12 % gegenüber dem Einzelkauf Lehren & Lernen – die günstige und kompetente Bezugsquelle für die Entwicklung zeitgemäßer, personalisierter Lehr-Lernsettings. Abonnenten erhalten beim Kauf von Einzelheften (siehe Archiv) zusätzlich einen Rabatt von 30 % auf den Verkaufspreis der Einzelausgabe. Unsere Zeitschriften sind auch gelistet bei fachzeitungen.de
Die UN-Kinderrechtskonvention bietet mit ihren Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten für die Gestaltung von Schule und Unterricht einen normativen Kompass für Verantwortliche in der Administration, Lehrpersonen und weiteres pädagogisches Personal. Über die Beteiligungsrechte wird beispielsweise der Grundsatz verfolgt, dass Kinder als Subjekte wahrgenommen und in alle Entscheidungen eingebunden werden, die sie betreffen. Integriert man dieses Prinzip (gedanklich) in die alltägliche Schulpraxis, dann ergeben sich hieraus in der hierarchisch organisierten Institution Schule Spannungsfelder für die gesamte Organisation, aber auch für die alltägliche Praxis. Spannungsfelder, die sich aus der Beachtung aller drei Rechtsbereiche ergeben, werden in diesem Beitrag exemplarisch diskutiert.InhaltsübersichtTitel: Kinderrechte als Weg für pädagogische Freiheit und VerantwortungAus dem Inhalt: UN-Kinderrechtskonvention < Gestaltung < Unterricht < Kinder < Schulpraxis < Spannungsfelder Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025: Pädagogische Freiheit – Spannungsfelder und Chancen". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Der Beitrag entfaltet Freiheit im Kontext der schulischen Inklusion. Die im Inklusionsdiskurs marginale Reflexion von Freiheit als Bedingung von Inklusion wird auf der Basis von fünf philosophischen Freiheitsverständnissen vorgenommen und auf die Praxis des gemeinsamen Lernens bezogen. Dabei werden Voraussetzungen und Chancen von Freiheitsaspekten für Lehrende und Lernende im Blick auf Freiheitsrechte, Diskriminierungsfreiheit, Selbstbestimmungsfreiheit, Handlungs- und Kommunikationsfreiheit sowie Bedürfnisfreiheit herausgearbeitet.InhaltsübersichtTitel: Freiheit in der schulischen Inklusion Aus dem Inhalt: Freiheit < schulische Inklusion < Diskurs < Freiheit < Voraussetzungen und Chancen < Freiheitsrechte < Diskriminierungsfreiheit < Selbstbestimmungsfreiheit < Handlungsfreiheit < Kommunikationsfreiheit < Bedürfnisfreiheit Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025: Pädagogische Freiheit – Spannungsfelder und Chancen". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Pädagogische Freiheit innerhalb der vorhandenen Vorgaben wird oft im Schulalltag als eine Balance zwischen Willkür und Pflichterfüllung wahrgenommen. Dabei unterliegt die Ausübung der pädagogischen Freiheit der professionellen pädagogischen Haltung mit einem hohen Anspruch an den beruflichen Ethos. Mit Blick auf die Schüler/innen ist die pädagogische Freiheit von einer Ethik der Menschlichkeit bestimmt, verbunden mit der Zielsetzung: die bestmögliche Erziehung und Bildung für alle Schüler/innen zu erreichen und mit einer qualifizierten und zukunftsorientierten Bildungsarbeit die Gesellschaft zu unterstützen.InhaltsübersichtTitel: Pädagogische Freiheit verbunden mit Herausforderung und GrenzenAus dem Inhalt: pädagogische Freiheit innerhalb begrenzter Vorgaben < professioneller pädagogischer Haltung < bestmögliche Erziehung und Bildung Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025 – Pädagogische Freiheit". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Die Entwicklung zu Mündigkeit und Selbstständigkeit kann als breiter bildungspolitischer wie pädagogischer Konsens angesehen werden. Am Beispiel der Neugestaltung eines Seminars an einer Pädagogischen Hochschule in der Schweiz zeigt dieser Beitrag auf, was es heißen kann, wenn Dozierende Verantwortung abgeben und mehr Partizipation von Studierenden vorsehen. Zur Selbst- und Mitbestimmung gesellt sich Verantwortung. Diese kann, wie der folgende Beitrag zeigt, auch in Lehr-/Lernkontexten zu mehr Freiheit führen, aber auch Herausforderungen mit sich bringen.InhaltsübersichtTitel: Verantwortung im Unterricht abgeben und Freiheiten nutzenAus dem Inhalt: Verantwortung an Schüler/innen abgeben < Selbst- und Mitbestimmung Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025 – Pädagogische Freiheit". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Wie kann in der Schule die Beurteilungspraxis demokratisiert werden? Dieser Beitrag zeigt, wie Lehramtsstudierende die summative Beurteilung ihrer Leistung mitbestimmen können. Sie erleben dabei Demokratisierungsprozesse in einem existenziellen Kontext. Die Erkenntnisse aus diesem Aktionsforschungsprojekt weisen darauf hin, dass eine solche Beurteilungspraxis grundsätzlich möglich ist, jedoch von allen Beteiligten einiges abverlangt.InhaltsübersichtTitel: Beurteilungsprozesse partizipativ aushandelnAus dem Inhalt: summative Beurteilung mitbestimmen < Demokratisierungsprozess < Aktionforschungsprojekt Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025 – Pädagogische Freiheit". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Die Kinder- und Jugendhilfe hat sich in den vergangenen 20 Jahren im außerunterrichtlichen Bereich von Ganztagsschulen etabliert. Zu ihren zentralen Prinzipien gehört die Freiwilligkeit, die sowohl auf die Frage der Teilnahme an den Angeboten zielt, als auch darauf, wie diese inhaltlich gefüllt werden. Im Beitrag wird thematisiert, wie die Rahmenbedingungen der Ganztagsschulen diese Freiwilligkeit begrenzen und die Kinderund Jugendhilfe damit vor ein Dilemma stellen.InhaltsübersichtTitel: Freiwilligkeit als pädagogisches PrinzipAus dem Inhalt: Teilnahme an Angeboten < Rahmenbedingungen Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025 – Pädagogische Freiheit". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Im 21. Jahrhundert sind Schulen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung gezwungen. Schulentwicklungsprozesse verliefen jedoch oft schleppend und mit geringer Nachhaltigkeit. Dieser Beitrag untersucht das Spannungsfeld zwischen pädagogischer Freiheit und dem deputatsbasierten Arbeitszeitmodell als zentrale Faktoren. Es wird argumentiert, dass pädagogische Freiheit als Motor für Innovationen dient und gleichzeitig pädagogische Verantwortung impliziert.InhaltsübersichtTitel: Schulentwicklung zwischen pädagogischer Freiheit und überkommenem ArbeitszeitmodellAus dem Inhalt: Schulentwicklungsprozess < pädagogischer Freiheit < Arbeitszeitmodell Teil der Gesamtausgabe Dieser Artikel ist Teil der Gesamtausgabe "Lehren & Lernen 6/2025 – Pädagogische Freiheit". Entdecken Sie hier alle weiteren Fachartikel und Materialien dieser Ausgabe.
Im Rahmen der kulturellen Bildung bietet das Fach Kunst die Möglichkeit, emotionsbasierte Lernräume zur Klimakrise zu gestalten, indem über das Medium Bild die komplexe Wirklichkeit in partizipativen und erforschenden Lernprozessen auf einer ästhetischen Ebene begreifbar gemacht wird. Das Projekt mit dem Arbeitstitel Mit der KlimaBilderBox bestärkende Zukunftsperspektiven fördern eröffnet Lernenden einen künstlerisch-kreativen Zugang zur Klimakrise und ihren Klimaemotionen und soll in verschiedenen Settings des Bildungssystems verankert werden.Stichwörter: Klimabildung, Kunstunterricht, Fotografie, emotionsbasiertes Lernen, ästhetisches Lernen, kulturelle Bildung, Klimaemotionen, Klimaresilienz